online-publishing Durch die hohe Verbreitung der immer schneller werdenden Internetanbindungen ist die Vorstellung das auch kleine Spieleentwickler ohne den altgebackenen Publisher auskommen nicht neu. Während in Entwicklerstudios meist viel Kreativität und die eigentlichen Ideen sitzen haben viele Publisher den ruf schnelles Geld machen zu wollen, was ja auch ihr absolutes Recht bzw. der Sinn eines guten Publishers ist. Denn Kreativität hin oder her was nutzt das kreativste Spiel wenn kein Markt bedient werden kann weil dem Entwickler das Geld fehlt.

Der ehemalige Mitgründer von Criterion Games und spätere "President of worldwide development" bei Electronic Arts - David Lau-Kee, bezeichnete selbst Publisher als "blood sucking leeches" also Blutsauger. In diesem  Zusammenhang  äußerte er ebenfalls das herkömmliches Publishing in einigen Jahren Geschichte sein könnte, der Weg sei geebnet für Digitales Publishing welches in Zukunft wieder mehr Kontrolle in die Hände der eigentlichen Entwicklungsstudios legen würde.

In den vergangenen Jahren kam man als Entwickler mit einem erfolgreichem Titel nicht um einen großen Publisher herum um seine Spiele im Einzelhandel platzieren zu können. Nimmt man nun MMOs als Beispiel, hier ist der Online Vertrieb bereits Realität. In den kommenden Jahren wird der Direktvertrieb an Bedeutung gewinnen, nicht umsonst versuchen Publisher ihre eigenen Online-Vertriebsplatformen aufzubauen. Ein Beispiele wären hier Steam, EA Online Store oder auch Microsofts Games for Windows Live. Valve hat, als einer der ersten, früh erkannt das dies die Zukunft sein wird und wurde somit vom reinen Entwicklungsstudio über Umwege auch zum Publisher für andere Studios.

Das Marketing für Games wird im allgemeinen sich diesen Umständen anpassen müssen, der POS verlagert sich in das Wohnzimmer/PC-Zimmer des Kunden. Während es jedoch für die großen schwerer wird und zeitgleich damit für die kleinen leicht ist die macht der großen Publishers nach wie vor präsent geht es um herkömmliche Werbe und Verkaufsmethoden. Schaut man sich z.B. Gaming Events an, so ist es meist der Publisher der hier Geld investiert nicht der Entwickler. Daher ist neben all dem "böse Publisher" Gerede natürlich nicht zu vergessen, das eben auch genau diese es sind, die neuen kleinen Studios Mittel zur Finanzierung stellen. Klar, einige vergleichen dies wieder mit "Seele an den Teufel verkaufen" aber wie gesagt, lieber so als das Spiel nicht auf den Markt zu bringen oder keinen zu erreichen.

In einer Welt ohne Publisher müssten die Entwickler viele neue Skills erlernen über die man sich so vorher keine Gedanken gemacht hat. Auch Personal & Kosten-technisch wäre dies eine ganz neue Herausforderung. Also während die Digitale "Revolution" viele verändert ist es unwahrscheinlich das bestehende Systeme, in den nächsten Jahren, voll und ganz über Bord geworfen werden. Die "Big Publisher" werden also auch in Zukunft neben, oder vielleicht mit eigenen, Onlineplatformen existieren. Kleine Studios erhalten allerdings mehr Möglichkeiten des eigenständigen Vertriebes.

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✉ Marco Götze//

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