Die Entscheidung viel dann letztendlich auf den “Shuttle XPC X27D” der Vorteil dieser kleinen Kiste ist die verwendete Intel Atom 330 Stromspar CPU welche sonst in Notebooks zum Einsatz kommt. Dieser Prozessor benötigt < 4W liefert aber ausreichende 2x 1.6Ghz. Ok, das ganze ist deutlich teurer als ein billig NAS, aber es ist ein vollwertiger PC. Als Betriebssystem dachte ich erst an den Microsoft Windows Home Server, ich entschied mich dann aber dagegen. Als erster Grund ist da wohl der Preis von über 100€ und als zweites bietet das System vielen Schnick Schnack den ich sowieso nicht nutzen werde. Zu guter letzt war in einigen Foren von Software die ich verwenden möchte nichts gutes zur Kompatibilität zu lesen. Linux fällt leider auch flach da hier ebenfalls einige Anwendungen die ich nutzen möchte nicht lauffähig sind, schade eigentlich.  Am ende ist es dann das gute alte Windows XP Pro geworden, dies gibt es mittlerweile als Originallizenz recht günstig auf ebay (habe inkl. Versand 34€ gezahlt).WD MyBook Mirror Der Nachteil dieses kleinen Computers ist das hier nur eine einzige 2.5” HDD zum Einsatz kommt. Das 2.5” ist nicht schlimm aber das nur eine verbaut werden kann ist für mich tragisch da ich das System auch zum Backup von Dokumenten nutzen möchte. Hier habe ich dann etwas an meinem Plan geändert. Statt einer möglichst großen 2.5” HDD kommt nun ein Externes System von Western Digital zum Einsatz welches per USB 2.0 an den Shuttle angeschlossen ist. Hier galt es erst mal ein System zu finden was 2 HDD’s im RAID-1 per USB ansteuern kann und sich selbstständig mit dem PC ein und ausschaltet. Entgegen dem Abraten einiger negativer Kaufempfehlungen habe ich mich dann für das WD My Book Mirror Edition entschieden, da es alle meine Kriterien erfüllt. Negativ hierbei ist das es nur unter Windows funktioniert. Eine “langsame Software” wie von einigen bemängelt habe ich auch nicht feststellen können. Die Software wird zudem sowieso nur zur ersten Einrichtung des RAID genutzt, die beiliegende Backup Software brauche ich nicht.

Finale Zusammenstellung

    • Shuttle XPC X27D
    • 2GB DDR2 Ram (hatte ich noch zuhause)
    • HDD Samsung 2.5” SATA, (hatte ich noch, ursprünglich ext. 250G USB HDD)
    • Samsung Notebook Slim DVD Brenner, SATA
    • WD MyBook – Mirror Edition, 2x 1TB HDD, RAID-1Insgesamt hat mich der Spaß dann etwas mehr als 500,- € gekostet. Das Intel NAS welches ich zu Anfang in Betracht gezogen hatte käme mit den selben Festplatten sogar ein klein wenig höher.

Performance

Nun da es hier in meinem Schrank steht kann ich auch etwas zur Performance der recht eigenartigen LAN –> SERVER –> USB-HDD  Konstruktion sagen. Da USB2.0 schnell genug ist um die von den beiden HDDs im RAID 1 gelieferten Daten zu verarbeiten machte ich mir über den USB Anschluss wenig sorge. Klar ein eSATA wäre schön gewesen aber das kann a) der X27D nicht und b) wäre eine gleichwertige eSATA RAID-1 Platte wesentlich teurer gekommen. Im Hinterkopf noch die grottigen Transferraten meines alten NAS Systems habe ich das installierte WinXP nach allem mir vorliegendem Wissen auf Services und Netzwerktransfer optimiert. Raus kam eine Transferrate mit der ich durchaus zufrieden bin:homeserver_upndownDer Download variiert zwischen 70 und 90 MB/sek, der Upload etwas gemächlicher zwischen 45 und 65 MB/sek was mich wie gesagt im vergleich zu früheren 10 – 13 MB/sek max. durchaus zufrieden stellt.wd_drive_taskicon

Was kommt drauf ?

Nun da ich das ganze ja als UPnP Mediaserver nutzen möchte reicht WinXP alleine nicht aus. Die UPnP Freigabe des Mediaplayers sagt mir selbst nicht so zu daher kommt eine 3rd Party Software namens TVersity zum Einsatz. TVersity agiert hierbei als sehr vielseitiger Medienserver. Das Tool ist frei erhältlich und verfügt über eine rege Entwicklung sowie den mir wichtigen Support der “Playstation 3” als UPnP Client. Der integrierte Transcoder kümmert sich darum das alle vorliegenden Dateien auch auf dem verbundenen Client abgespielt werden können. So ist es z.B. möglich MKV Dateien einfach auf der Playstation wiederzugeben, was ohne Transcoder nicht möglich wäre. Der Server verfügt über einige Datenbank von bekannten UPnP Clients und ist daher informiert was der erkannte Client verarbeiten kann und was nicht. Liegt nun eine Datei vor die von der PS3 nicht wiedergegeben werden kann wird diese live als MPEG2 gestreamed. Somit lassen sich auch Audioformate wie: OGG, FLAC, AAC oder video Codecs wie: Xvid, Quicktime, Matruska, MP4 oder M2TS (blueray) ohne vorheriges umkonvertieren wiedergeben. Klar das Live-Streaming ist natürlich an die CPU Power gebunden, Umwandlung in PAL MPG2 schafft die Atom CPU aber. Selbst ein MKV in 1080i konnte ich, zwar mit beiden cores auf 100%, wiedergeben. Bei 1080p haut das transcodiert dann aber nicht mehr hin, hier merkt man deutlich das die CPU nicht mehr nachkommt. Macht aber nix, muss man eben darauf achten das der HD Film in einem Format vorliegt das die PS3 direkt wieder geben kann ohne vorher durch den Transcoder zu müssen.Mal ein Paar Screenshots des TVersity Interface auf dem Homeserver:[gallery link="file" columns="4" orderby="post_name"]Das Tool ermöglicht neben dem erwähnten auch das Abonnieren von Internet Video Streams. Nun kann ich auch bei Bedarf mal 2-3 Internet Sender auf der Glotze sehen :)  Podcasts, RSS Videos usw sind selbstverständlich auch möglich. Dank des Transcoders ist auch hier das Format relativ egal. Was mit XP abgespielt werden kann, kann auch transcodiert werden, Schön ;)

Der finale Stromverbrauch

Nachdem dann alles zusammengebastelt war und im Regal steht habe ich mal den tatsächlichen Stromverbrauch des X27D gemessen. Wie auf der rechts angefügten Grafik zu erkennen ist liegt der Verbrauch im Standby Modus bei unter 3W, im Betrieb während der Filmwiedergabe liegt der Verbrauch bei immer noch akzeptablen 28 Watt. Die Interne Festplatte geht nach 5min in den Standby die Aufwachzeit ist ca. 3sek. bin ich also nicht am Filme sehen und der Shuttle ist im Idle Modus liegt der Verbrauch im Schnitt bei 19-21 W.Im großen und ganzen bin ich echt zufrieden mit der Kombination, nun kommen noch das ein oder andere Downloadtool auf den PC so das ich bei längeren Downloads nicht meinen 250W PC laufen lassen muss :) Dann noch ein Subversion Server, Apache, PHP und MySQL zur internen Entwicklung und Testerei.Zum Ende hin noch einige Bilder des ganzen:

{hsgal:homeserver_article}

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✉ Marco Götze//

Kommentare

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Rudi
Mal davon abgesehen, dass ich die Lösung ziemlich umständlich finde, gibt es zu dem Preis auch schon gute fertige NAS-Systeme, die auf der ATOM.Plattform basieren und teilweise sogar bessere Transferraten erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass so ein NAS trotzdem noch um einiges weniger Strom verbraucht, als deine Lösung. Was deine Aussage zum Thema Linux betrifft kann ich diese nicht ganz nachvollziehen...sämtliche Anwendungen, die du hier genannt hast laufen auch unter Linux und zum großen Teil eben sogar besser als unter Windows.
solariz
@Rudi: Auf dem Ger&auml;t l&auml;uft auch Linux und zur Zeit als ich das Ding gebaut habe gab es noch keine günstigen hochwertigen NAS Systeme. Habe damals etwa 5 verschiedene Hersteller ausprobiert alle mangelhaft in Transferrate und Management. Heute sieht das anders aus, QNAP z.B. baut solide NAS dioe ich auch jederzeit empfehlen kann. Aber der Artikel ist über ein Jahr alt mittlerweile l&auml;uft auf der Kiste Linux und ich bin happy damit. Würde ich heute neu kaufen würde es wohl ein QNAP NAS mit 4 HDD`s werden.
★Marco Gö†ze
@Rudi: Auf dem Gerät läuft auch Linux und zur Zeit als ich das Ding gebaut habe gab es noch keine günstigen hochwertigen NAS Systeme. Habe damals etwa 5 verschiedene Hersteller ausprobiert alle mangelhaft in Transferrate und Management. Heute sieht das anders aus, QNAP z.B. baut solide NAS dioe ich auch jederzeit empfehlen kann. Aber der Artikel ist über ein Jahr alt mittlerweile läuft auf der Kiste Linux und ich bin happy damit. Würde ich heute neu kaufen würde es wohl ein QNAP NAS mit 4 HDD`s werden.
Rudi
Mal davon abgesehen, dass ich die L&ouml;sung ziemlich umst&auml;ndlich finde, gibt es zu dem Preis auch schon gute fertige NAS-Systeme, die auf der ATOM.Plattform basieren und teilweise sogar bessere Transferraten erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass so ein NAS trotzdem noch um einiges weniger Strom verbraucht, als deine L&ouml;sung.
Was deine Aussage zum Thema Linux betrifft kann ich diese nicht ganz nachvollziehen...s&auml;mtliche Anwendungen, die du hier genannt hast laufen auch unter Linux und zum gro&szlig;en Teil eben sogar besser als unter Windows.
Rudi
Mal davon abgesehen, dass ich die Lösung ziemlich umständlich finde, gibt es zu dem Preis auch schon gute fertige NAS-Systeme, die auf der ATOM.Plattform basieren und teilweise sogar bessere Transferraten erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass so ein NAS trotzdem noch um einiges weniger Strom verbraucht, als deine Lösung.Was deine Aussage zum Thema Linux betrifft kann ich diese nicht ganz nachvollziehen...sämtliche Anwendungen, die du hier genannt hast laufen auch unter Linux und zum großen Teil eben sogar besser als unter Windows.
solariz
Leistung ist irrelevant als NAS ;&gt; Und der k45 verbvraucht etwa 45% mehr strom von daher wurde es dann ein Atom. :)
stef
nett .. aber w&auml;re ein shuttle k45 mit entsprechendem celeron/dual core/core 2 duo proz. nicht sowohl billiger als auch leistungsf&auml;higer? Warum ein Atom? Hattest du anderes nicht in betracht gezogen?

gruss - stef
★Marco Gö†ze
Leistung ist irrelevant als NAS ;&gt; Und der k45 verbvraucht etwa 45% mehr strom von daher wurde es dann ein Atom. :)
stef
nett .. aber wäre ein shuttle k45 mit entsprechendem celeron/dual core/core 2 duo proz. nicht sowohl billiger als auch leistungsfähiger? Warum ein Atom? Hattest du anderes nicht in betracht gezogen?gruss - stef