Ex US-Geheimdienstmitarbeiter als mutmaßlicher Spion im Bundesnachrichtendienst (BND) festgenommen.
 
Das alles Klingt nach eine Vorlage für einen echt spannenden Thriller. Doch leider ist das was rund um die NSA nach und nach publik wird alles andere als Fiktion.
Die Tentakel des Überwachungsriesen breiten sich immer weiter aus, längst muss man sich die Frage stellen wer hier wen kontrolliert. Denn mit kontrollieren Aktionen zur Aufrechterhaltung der Allgemeinen Sicherheit hat das schon lange nichts mehr zu tun. Da werden deutsche Studenten, der CCC oder gar die Europäische Zentralbank auf eine Ebene mit Staatsfeinden gesetzt.
Der Untersuchungsausschuss welcher eben solche Vorgehen der NSA untersuchen sollte wurde unterwandert. Die US-Regierung schweigt und gibt keinen Kommentar.
 

Empörung bitte!

Das Schlimme ist das es wieder einmal Themen wie Fussball WM deutlich wichtiger sind. Die Medien berichten eben das was interessiert, und das Umfeld der NSA ist für den Normalbürger so kryptisch das man sich damit nicht auseinander setzen möchte. Im Gegenteil, es wird aktiv versucht jegliche Beteiligung unserer Regierung an Abhöraktionen zu verschleiern oder bestenfalls totzuschweigen. Der NSA Ex-Mitarbeiter Thomas Drake nannte die Abstreitende Haltung der BRD "Jenseits jeder Glaubwürdigkeit". Der BND sei nur "ein Wurmfortsatz der NSA".

Also was muss denn bitte noch passieren das dieses Thema eine Allgemeinrelevanz erhält?

BND und Parlament

Der Bundesnachrichtendienst BND unterliegt keiner Richterlichen Kontrolle, lediglich das Parlament "soll" eine Kontrollierende Funktion ausüben. Nun die Frage ist aber aktuell wer hier wen Kontrolliert. Selbst Informationen oberster Geheimhaltung in den Parlamenten sind durch Geheimdienste nicht mehr sicher. Zudem kam ans Licht das Teile der Kommunikationsinfrastruktur des Parlaments durch US Firmen gestellt wurden.
 

Aber ist doch nicht so schlimm

Doch ist es, in vielerlei Hinsicht. Ich bin mit einer Chinesin verheiratet und glaubt mir ich habe, was Freiheit in Neuland angeht, so einige Erfahrungen sammeln dürfen. Da wollen wir nicht hin, ich rede nicht mal von einer Zensur sondern einfach einem allwissendem bevormundenden Staat. Denn dies ist nur ein Schritt entfernt von Zensur und heimlicher Kontrolle durch das beeinflussen der Informationsfreiheit.

Nur weil es anderswo schlimmer ist, ist es noch lange keine Ausrede über die aktuelle Problematik hinweg zu sehen oder sie klein zu reden.
Braucht es denn erst einen Totalitären Staat damit die Leute etwas handfestes haben was sie bekämpfen können?

Der Bürger selbst scheint Hilflos, betrachtet man die aktuelle Parteisituation bleibt nur ein unbefriedigendes Gefühl. Egal wen man wählt, egal wer regiert. Unterm Strich herrscht bei all diesen "Neuland Themen" gleiche Ratlosigkeit und es wird erst mal mit Schweigen reagiert.

Was fehlt ist der Druck der Öffentlichkeit. Ich persönlich habe das Vertrauen in die Politik bereits verloren, dabei braucht es nicht mal Beispiele wie Edathy oder Hartmann. Politiker handeln in erster Linie für ihr eigenes Interesse und ihre Aussagen sind wie Fähnchen im Wind. Wahrheit und Transparenz sucht man am besten nicht in der Politik.
 
Zum Schluß noch einen Link zu einem schönen Kommentar von Sascha Pallenberg auf Mobilegeeks "Deutschland ist der Schliessmuskel der US of A"

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✉ Marco Götze//

Kommentare

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Alexander Carparelli
Der Artikel ist klasse und du hast da vollkommen recht.Ich habe ebenfalls kein Vertrauen mehr in die Politik und es passiert meiner meinung nach viel zu wenig wenn man die enthüllungen von snowden bedenkt.Ich mein da ist in USA ein Mega "Complex" eine Maschinerie die es schafft die halbe Welt abzuhören , zu durchleuchten.Und die Deutsche Regierung sagt nur "nein du lieber Ami - ist schon okay das du uns durchleuchtest." ? Sehr schwach.Die Öffentlichkeit zu mobilisieren ist leider schwer - ich denke da muss erst was richtig gravierendes passieren damit das "Neuland" aufwacht. Aber die meisten die keine Ahnung haben und nicht verstehen was vor sich geht - den ist es eben egal. Bis sie selber mal das Opfer werden.